Neuer Prototyp für Weltraum-Rakete: Kommen wir dem Mars jetzt näher?

Die Reise zum Mars ist der neue Traum der Menschheit. Er mag nicht mit dem gleichen weltweiten Enthusiasmus verfolgt werden wie das Betreten des Mondes, aber überall auf der Welt arbeiten Experten daran, diese Reise möglich zu machen. Allen voran sind es Elon Musk und sein Unternehmen SpaceX, die in diesem Bereich in den letzten Jahren die interessantesten Schlagzeilen machen. Geht es alleine nach ihm, dann sollen bereits bis zum Jahr 2025 Menschen auf dem Mars landen. Damit prescht er, wie so oft, vor. Allerdings handelt er auch. Gerade wurde erneut eine Schwerlast-Rakete getestet, die irgendwann einmal Menschen und entsprechendes Equipment zum roten Planeten bringen soll. Der kurze Testflug liegt nach Ansicht der Experten erfolgreich, auch wenn man sich noch immer in einem sehr frühen Stadium der Entwicklung befindet.

Neue Triebwerke und modernste Technik für die potentielle Mars-Rakete

Das Triebwerk, das unter den Namen Raptor bekannt geworden ist, soll in den kommenden Jahren komplett neu entwickelt werden und später die nötige Kraft geben, damit ein Mensch sich in die Richtung des Mars bewegen kann. Statt auf bisherige Treibstoffe zu setzen, wird in dieser Rakete flüssiges Methan genutzt. Der Grund dafür lässt sich mit zwei Dingen erklären: Methan mag noch recht teuer sein, es bietet aber eine sehr hohe Effizienz und kann daher den nötigen Schub bringen, damit die Rakete am Ende wirklich zum Mars kommen kann. Zum anderen ist nachgewiesen, dass sich Methan im Zweifel auch auf dem Mars selbst nutzbar machen ließe. Das würde bedeuten, dass im Zweifel die Rakete auch wieder den Rückweg starten könnte.

Alles in allem hat das Triebwerk die neuste Technik, die man sich nur wünschen kann. Mit dem Treibstoff und den derzeitigen Tests wäre es in der Theorie möglich, tatsächlich den Mars zu erreichen. Dabei bleibt aber nun einmal das große Problem: Bis heute gibt es keine wirkliche Strategie, wie die Astronauten am Ende bis zur Erde zurückgeholt werden können. Selbst der jahrelange Flug ist noch immer ein Problem und somit die größte Hürde für die Raumfahrt.

Die Raptor ist die Zukunft für SpaceX

Dass man nun geschafft hat, dass die Rakete nicht nur startet, seinen kurzen Flug macht und am Ende wieder landet ist ein erheblicher Fortschritt. Beim ersten Test hatten sich noch Teile gelöst und tatsächlich einen Waldbrand ausgelöst. Der neue Schritt lässt Hoffnung aufkommen, dass man sich dem Jahr 2025 zumindest in der Theorie annähern kann. Bereits jetzt ist aber relativ klar, dass man bis dahin keinen Menschen bis auf den Mars schicken kann. Trotzdem sind die Entwicklungen positiv und lassen darauf hoffen, dass man diesem entscheidenden Schritt der Raumfahrt wieder einen Schritt näher gekommen ist.

Veröffentlicht von Prof. Dr. Schröder

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