Autos mit Solarantrieb? Ein unsichtbares Modul auf dem Dach könnte helfen

Schon lange ist der Gedanke, dass man auch PKWs mit Solarenergie antreiben könnte, ein utopisches Szenario für den Kampf gegen den Klimawandel. In diesem Fall ist es ein Unternehmen aus den Niederlanden, Lightyear, das mit der Hilfe von Solarantrieb ein Elektro-Auto bauen möchte, dass die bisherigen Schwierigkeiten der Reichweite löst. Problem war dabei bisher, dass die Solarzellen auf einem Autodach alles andere als hilfreich für das Design waren. Mit einer neuen Entwicklung des Fraunhofer-Institut für Solare Energiesysteme könnte es aber eine Solarzelle geben, die sich einfach an die generelle Karosserie anpassen lässt. Mit dieser Entwicklung wäre es möglich, die allgemeine Leistung von einem Elektroauto im Jahr um 10 Prozent zu steigern.

Solarzellen werden immer stärker in die Umwelt integriert

Bereits jetzt ist absehbar, dass Solarzellen künftig noch stärker in bereits bestehende Technologie integriert wird. Dass das auch bei einem Auto möglich ist, wäre dabei nur eine logische Konsequenz. Heute finden sich die Module vor allem auf Dächern, aber auch in kleinen technologischen Geräten. Die Integration ist daher so knifflig, weil sie in der Regel das Design von Produkten und Umgebungen nicht verändern soll. Die Module sollen sich einfach in ihre Umwelt einbinden lassen, ohne dass dabei eine Störung bei der Ansicht entsteht. Der Schlüssel ist hier die Morpho-Color®-Glasbeschichtung. Dabei handelt es sich um eine Beschichtung, die zwar die Effizienz um einen geringen Prozentsatz verringert, sich dafür aber einfach und schnell an verschiedene Umgebungen anpassen lässt. Das gilt natürlich auch für ein Autodach, wo die Folie sich einfach an die Farbe der Karosserie anpassen lässt. Durch eine neue Form von Oberflächenstruktur liegt der Vorteil der Folie darin, dass sie nicht auf einen bestimmten Einsatzzweck begrenzt ist, sondern eigentlich in jeder Umgebung eingesetzt werden kann.

Im PKW vor allem für die Verbraucher im Fahrzeug nützlich

Die so gewonnene Energie kann natürlich unterschiedlich eingesetzt werden. Im konkreten Fall könnte die Folie dafür sorgen, dass zum Beispiel Zusätze wie die Klimaanlage einfach mit der Hilfe von Solarstrom versorgt werden. Damit sind neue Kapazitäten für die eigentliche Reichweite der Autos frei und müssen nicht dafür genutzt werden, Radio, Klimaanlage oder andere Geräte im Auto zu versorgen. In den letzten Jahren ging die Forschung voran und derzeit handelt es sich dabei nur um die erste Version der Folie. Bereits jetzt ist sie in einigen Ländern im praktischen Einsatz und dürfte schon bald auch auf dem deutschen Markt zu finden sein.

Veröffentlicht von Prof. Dr. Schröder

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