Paris setzt auf schwebende Wassertaxis

Schwebende Taxis? Zukunftsvision kann in Paris schon bald Realität sein

Paris hat, wie eigentlich jede europäische Metropole, massive Probleme mit dem Verkehr. Während die Straßen im Lärm, Stau und der Verschmutzung ersticken, braucht es gleichzeitig einen guten öffentlichen Nahverkehr als eine ernsthafte Alternative. Das gilt für Einheimische wie auch für Touristen. Daher wurden in der jüngeren Vergangenheit mitunter drastische Maßnahmen ergriffen. Ein Teil des Seine-Ufers wurde für Autos gesperrt, veraltete Diesel dürfen überhaupt nicht mehr in die Innenstadt. Geht es nach der Bürgermeisterin, so soll der Verkehr in der Stadt noch weiter reduziert werden. Ein weiteres Beispiel für die Innovationen, die in der französischen Hauptstadt eingeführt werden, ist ein emissionsfreies Wassertaxi. Dieses hat nun Marktreife erreicht und soll künftig getestet werden.

Schwebende Boote auf dem Wasser – direkt aus einem Sci-Fi-Film

Alain Thebault ist der Gründer hinter der Idee mit den Wassertaxis. Sie hören auf den Namen „Sea Bubbles“ und wurden bereits vor einiger Zeit angekündigt. Nach einer langen Testphase sollen sie in Zukunft den Verkehr rund um das Seine-Ufer deutlich erleichtern und dabei auch die Masse an Touristen bewältigen, die jedes Jahr in die Stadt kommen und somit die Infrastruktur im Nahverkehr an die Grenzen treiben. Dabei bewirbt der Erfinder der Fahrzeuge diese damit, dass sie weder Lärm machen, noch in irgendeiner Form Emissionen ausstoßen. Selbst Wellen soll es nicht geben, da die Taxis nicht etwa auf dem Wasser schwimmen, sondern einen guten halben Meter darüber schweben. So wird die sonstige Schifffahrt auf der Seine von den Taxis nicht beeinflusst und hat keine Probleme neben den Taxis zu existieren. Das war ein wichtiger Punkt, da viele Schiffe die Befürchtung hatten, dass der große Einsatz der Taxis zu Problemen auf der Wasserstraße führen könnte.

Ein Modell für andere Städte in Europa?

Sollten die Taxis so funktionieren, wie es sich der Erfinder und die Stadt hoffen, handelt es sich um ein Modell, das auch in anderen Metropolen eingesetzt werden könnte. Amsterdam, Monaco und Zürich haben bereits jetzt ihr Interesse angemeldet und bestätigen damit einen Trend, der in den letzten Jahren immer mehr zu bemerken ist. Da die Straßen voll sind und sich in der Regel auch die Bahnstrecken nicht einfach so ausbauen lassen, sind die Wasserwege in vielen Städten die letzte Möglichkeit, wie der Verkehr in anderen Bereichen entlastet werden kann. Gerade unter den Umständen, dass in vielen Städten der Transport über das Wasser bisher noch mit Schiffen erfolgt, die einen Verbrennungsmotor nutzen, könnte es sich um eine Alternative handeln. Die Umwelt ist in diesen Städten besonders beansprucht – entsprechend froh wäre man über eine Lösung, die für die Umwelt verträglich ist. Für den Moment bleibt aber erst einmal abzuwarten, wie das Experiment in Paris verläuft. In knapp einem halben Jahr soll es starten.

Veröffentlicht von Prof. Dr. Schröder

Neugier ist die treibende Kraft der Wissenschaft, Freiheit ist ihre unverzichtbare Basis. Auf diesen beiden Grundpfeilern gedeiht Erkenntnis – und damit gesellschaftlicher Fortschritt. Nur so können wir große Herausforderungen wie den Klimawandel, die Energiewende oder Volkskrankheiten bewältigen.

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